Was ist Osteopathie?

Ursachen erkennen und behandeln

Der Körper vergisst nicht.

Dr. Andrew Still, der Vater der Osteopathie und W.G.Sutherland, der Vater der Cranio-Sacral Therapie erkannten schon damals, dass Körper und Geist nicht voneinander zu trennen sind. Und deshalb auch nicht voneinander getrennt behandelt werden können. Jede Zelle und jedes Organ im Körper hat seine eigene Aufgabe und seinen eigenen Rhythmus. Wird dieser Rhythmus eingeschränkt, was durch Verletzungen und Krankheiten jeglicher Art passieren kann, gerät er aus der Balance, wird starr und unflexibel und es treten Symptome auf. Im Volksmund spricht man dann von einer ‚Blockade‘.

 

Ursache und Auswirkung

Ursprung und sichtbares Symptom der Probleme müssen nicht immer im direkten Zusammenhang stehen.
So kann eine Blockade des Halswirbels zum Beispiel Auswirkungen auf die Hinterhand haben. Verständlich, dass dann eine Therapie der besagten Hinterhand nur kurzfristige Linderung verschafft.
Oder, um ein ganz anderes Beispiel zu benutzen: Bei Ihrem Auto sind die Reifen stark unterschiedlich abgefahren. Ein Satz neuer Reifen behebt die Mängel – kurzfristig. Doch besser wäre es, nach einer Achsvermessung das Fahrwerk zu korrigieren. Und noch besser, zu ergründen, wieso sich hier überhaupt
ein Problem ergeben hat – Fahrverhalten? Schlaglöcher? Bordsteine? Nur wenn die Ursache erkannt wird, kann nachhaltig Abhilfe geschaffen werden.

Strukturen mobilisieren.

Beim Pferd verhält es sich ähnlich; nur ist ein Organismus weit komplexer. In ihm besitzt jedes Organ, jede Zelle seine eigene Funktion, seine Eigenbewegung und ein weitreichendes Wirkungsgeflecht. Werden diese zusammenhängenden Strukturen durch Schmerz, Stauungen oder degenerative Prozesse eingeschränkt oder vermindert, entstehen Blockaden, das Gewebe wird starr. Durch Schonhaltung oder Entlastungsbewegungen gehen Elastizität, Beweglichkeit und die Balance des Pferdes verloren. Sie bilden die Grundlage für Krankheiten im Bewegungsapparat. Hier setzt die osteopathische Therapie ein. Bei dieser manuellen Behandlungstechnik vertraut der Osteopath auf seine Hände und ertastet Störungen und Einschränkungen. Durch sanfte Griffe werden Blockaden wieder gelöst und die Selbstheilungskräfte des Pferdes mobilisiert. Mit ihrer Hilfe werden die Strukturen des Körpers wieder in einen Zustand von Harmonie und Beweglichkeit gebracht. Grundvoraussetzung für eine natürliche Freude an Bewegung.